„genialsozial“ ganz konkret

16. September 2013 – 10:38

Der 9. Juli war der Aktionstag, an dem tausende sächsische Schüler die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz eintauschten, um mit dem verdienten Geld soziale Projekte zu unterstützen. Auch die 12. Klasse des Beruflichen Gymnasiums am Evangelischen Schulzentrum in Gaußig beschloss, sich daran zu beteiligen. Mitten in die Planungen für den Aktionstag dominierte nur ein Thema sämtliche Medien: die Flutkatastrophe in Sachsen und anderen Teilen Deutschlands. Da auch einige Schüler der Klasse und deren Familien von Hochwasserschäden betroffen waren, wurde im Klassenrat beschlossen, dieses Jahr „genialsozial“ etwas anders anzugehen, als bisher üblich.
Marlen Beck, die Klassensprecherin, hängte sich ans Telefon und versuchte zu Hochwassergebieten in der Umgebung Kontakt aufzunehmen, um die Hilfe der Klasse anzubieten. Lange musste sie nicht suchen, die Stadtverwaltung der Stadt Königstein nahm dankbar das Angebot an.
Am 9. Juli schließlich reisten achtzehn Schüler und ein Lehrer teilweise mit ihren Privat-PKW nach Königstein und ließen sich mit Müllsäcken und Handschuhen bewaffnen. Gummistiefel und Arbeitsklamotten hatten sie selbst dabei. Auf beiden Seiten der Elbe sollten so einige Kilometer des Ufers von angeschwemmtem Müll befreit werden. Mehrere Dutzend Müllsäcke wurden so mit Plasteflaschen, Folienresten, Geschirr, Glasscherben und anderem Müll gefüllt. Auch eine Brieftasche mit Personalausweis, Führerschein und Krankenversicherungskarte konnte im Schlamm gefunden und im Rathaus der Stadt abgegeben werden. Nach einigen Stunden Arbeit in praller Sonne waren zwar die Schüler erschöpft, aber das Elbufer auf mehrere Kilometer Länge wieder sauber. Eine Vertreterin des Bürgermeisters bedankte sich herzlich im Namen der Einwohner Königsteins für die geleistete Hilfe und lobte das Engagement der jungen Leute vom Evangelischen Schulzentrum in Gaußig. Diese konnten mit dem schönen Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, die Heimreise wieder antreten.

 

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